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Resilienz-Beauftragte in der Kindersprachbrücke: Ein Modellprojekt mit Wirkung

viele verschiedene Materialien wie Stifte, Holzfiguren, Tierfiguren und Schreibutensilien liegen bunt verteilt auf einem Tisch vor einem Fenster.

Wie können Mitarbeitende gestärkt werden, um auch in herausfordernden Zeiten gesund, zuversichtlich und handlungsfähig zu bleiben? Im Projekt „Resilient mit Wirkung“ wurden zwölf Mitarbeitende der Kindersprachbrücke Jena zu Resilienz-Beauftragten ausgebildet (zu Teil I).
Sie setzen Impulse für mehr Selbstfürsorge, Austausch und Zusammenhalt und tragen dazu bei, eine resilienzfördernde Unternehmenskultur nachhaltig zu verankern.

Warum gibt es die Ausbildung?

Zwölf Mitarbeitende aus nahezu allen Teams und Arbeitsbereichen der Kindersprachbrücke Jena wurden im Rahmen des Projekts „Resilient mit Wirkung“ zu Resilienz-Beauftragten ausgebildet. Dafür entwickelten Antje Ebersbach und Sandra Laue ein eigenes Schulungskonzept, das aus drei Schulungstagen, zwei Praxisaustauschtreffen sowie einer kontinuierlichen Prozessbegleitung durch die Projektmitarbeiterinnen besteht.

Ziel der Ausbildung ist es, Resilienz im Arbeitsalltag sichtbar zu machen, kleine, alltagstaugliche Impulse zu setzen und eine resilienzfördernde Kultur in der gesamten Organisation zu stärken. Die Resilienz-Beauftragten wirken dabei als Multiplikator:innen. Sie bringen Ideen, Methoden und Denkanstöße in ihre Teams und unterstützen so die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Arbeitsalltags.

Worum geht es?

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Beschäftigung mit den Säulen der Resilienz und der Frage, was Mitarbeitende und Teams in herausfordernden Zeiten stärkt. Gemeinsam werden konkrete Ideen entwickelt, die Selbstfürsorge, Austausch, Wertschätzung und Gesundheit fördern. Gleichzeitig regt die Ausbildung dazu an, die eigene Teamkultur zu reflektieren: Wie feiern wir Erfolge? Wie gestalten wir Pausen? Was gibt uns Energie? Und wie gehen wir mit Belastungen um?

Was ist bereits entstanden?

Aus der Arbeit der Resilienz-Beauftragten sind bereits zahlreiche Ideen und Aktionen entstanden. Dazu gehören KSB-Mandala-Karten zum Ausmalen als kleine Auszeit im Arbeitsalltag sowie ein KSB-Stadt-Land-Fluss als spielerischer Impuls für Begegnung und Gemeinschaft. Darüber hinaus wurde ein Teamtag in der Natur durchgeführt, bei dem alle Beteiligten ihre Stärken und Interessen einbringen konnten. Auch die Teilnahme am Jenaer Drachenbootrennen stärkte den Zusammenhalt. Resilienz ist inzwischen regelmäßig Thema in Teamsitzungen, Dienstberatungen finden teilweise im Wald statt und eine Philosophie-Werkstatt bot Raum für die gemeinsame Reflexion wichtiger Fragen.

Warum ist das so wertvoll?

Besonders wertvoll ist dabei, dass die Resilienz-Beauftragten keine zusätzlichen Aufgaben schaffen, sondern wertvolle Impulse geben und die Zusammenarbeit stärken. Das große Engagement, die Sensibilität und die Kreativität der Beteiligten sind dabei deutlich spürbar. Die regelmäßigen Treffen werden von den Teilnehmenden als bereichernd und stärkend erlebt. Immer wieder zeigt sich, dass nicht nur einzelne Maßnahmen wirken, sondern vor allem die Kraft der Gruppe. Das gemeinsame Nachdenken, Entwickeln und Ausprobieren schafft Motivation, Verbundenheit und eröffnet neue Perspektiven.

Wie geht es weiter?

Von Beginn an wurde die Ausbildung wirkungsorientiert konzipiert und regelmäßig evaluiert. Mit dem dritten und letzten Schulungstag im November endet die Ausbildungsphase. Anschließend werden die bisherigen Erfahrungen, Rückmeldungen und Ergebnisse in einem Wirkungsdialog gemeinsam ausgewertet. Ziel ist es, Erkenntnisse zu sichern, Wirkung sichtbar zu machen und die weitere Verankerung von Resilienz in der Kindersprachbrücke Jena nachhaltig zu gestalten.

Das Projekt „Resilient mit Wirkung“ wird im Rahmen des Programms „rückenwind³ – für Vielfalt, Wandel und Zukunftsfähigkeit in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

In Zusammenarbeit mit: