Aktionen zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Teamteaching-Schulen setzen starke Zeichen
Rund um den Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar haben unsere sozialpädagogischen Fachkräfte an zahlreichen Teamteaching-Schulen in Thüringen vielseitige Projekte umgesetzt. Sie alle hatten ein gemeinsames Ziel: Schüler:innen dafür zu sensibilisieren, was Fairness, Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung im Alltag bedeuten. In kreativen, altersgerechten Formaten entstanden Gespräche, Austausch und sichtbare Zeichen für mehr Gerechtigkeit im Schulalltag.
Die Bandbreite der Aktivitäten war groß:
Von Stickeraktionen und Reflexionsformaten über Projekte zu globaler Verantwortung bis hin zu Solidaritätsangeboten und Aktionen im Sozialraum – überall wurde deutlich, wie unterschiedlich und gleichzeitig verbindend das Thema soziale Gerechtigkeit sein kann.
Sticker-Aktionen: Kreative Impulse zu Fairness und Verantwortung
An mehreren Schulen – unter anderem in Erfurt, Jena, Gera und Altenburg – setzten sich Schüler:innen mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit auseinander, indem sie eigene Sticker-Statements gestalteten.
Ausgangspunkt waren überall ähnliche Überlegungen: Was bedeutet Gerechtigkeit für mich? Wo erleben wir Ungleichheit? Und was brauchen alle Kinder, um faire Chancen zu haben?
Zunächst diskutierten die Schüler:innen Alltagssituationen, die sie als gerecht oder ungerecht empfinden. Anschließend gestalteten sie Sticker, die zu einem großen Banner zusammengefügt wurden. Dieses wurde gut sichtbar im Schulhaus angebracht und lädt seitdem täglich zum Weiterdenken ein.
An einigen Standorten arbeiteten ältere und jüngere Klassen gemeinsam. Die Älteren unterstützten bei der Gestaltung, während die Jüngeren oft überraschend klare Perspektiven einbrachten – teilweise übernahmen sie sogar die Gesprächsführung.
Viele berichteten anschließend, dass sie im Schulalltag bewusster auf Fairness achten.
Gerechtigkeit sichtbar machen
In einem weiteren Projekt diente eine Reihe eindrücklicher Fotos – etwa von sehr einfachen und sehr privilegierten Wohnsituationen – als Ausgangspunkt für Gespräche über soziale Unterschiede.
Die Schüler:innen setzten sich mit grundlegenden Fragen auseinander:
- Warum leben Menschen so unterschiedlich?
- Ist das gerecht?
- Wer entscheidet über Chancen?
Eine anschließende Partnerübung, in der eine Person 50 € Taschengeld und die andere 5 € „erhielt“, machte deutlich, wie verschieden Lebensrealitäten sein können – und wie schnell Ungerechtigkeit empfunden wird.
Kleidertausch-Schrank in Wutha-Farnroda: Ein praktisches Zeichen der Solidarität
Ein besonders alltagsnahes Projekt entstand in Wutha-Farnroda: Ein ausrangierter Schrank wurde kreativ gestaltet und dient nun als offenes Kleidertausch-Angebot, das Schüler:innen kostenfrei nutzen können.
Unter dem Motto „Bei anderen übrig – für dich nützlich“ wird der Schrank mit gut erhaltener Kleidung bestückt – ergänzt durch Spenden aus der Schulgemeinschaft und eine lokale Kooperation.
So wird ein einfaches Möbelstück zu einem Symbol gelebter Gemeinschaft: Was für die einen nicht mehr passt, kann für andere ein neues Lieblingsstück werden.
Fazit: Ein Thema, das bewegt – und verbündet
Die Aktionen rund um den Welttag der sozialen Gerechtigkeit zeigten eindrucksvoll, wie vielseitig und kreativ sich Schüler:innen und Pädagog:innen dem Thema nähern können. Durch Diskussionen, gemeinschaftliche Projekte, praktische Hilfsangebote und künstlerische Ausdrucksformen entstand nicht nur sichtbare Auseinandersetzung, sondern vor allem:
Bewusstsein, Austausch und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl.
Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.







