Spielen stärkt unsere Resilienz – warum wir es wieder öfter tun sollten
Im Alltag geht es oft ernst zu: Termine, To-dos, Verantwortung. Umso wichtiger ist es, sich bewusst kleine Momente der Leichtigkeit zu schaffen. Einer davon ist überraschend einfach – und zugleich unglaublich wirksam: Spielen.
In unserem KSB-Resilienz-Projekt (Resilient mit Wirkung) ist uns dieses Thema in letzter Zeit immer wieder begegnet. Grund genug, genauer hinzuschauen: Warum ist Spielen eigentlich so wichtig für uns – und was hat es mit unserer Resilienz zu tun?
Spielen gehört zu uns – von Anfang an
„Spielen gehört zu unseren Grundbedürfnissen. Menschen und auch viele Tiere sind von Geburt an spielerische Wesen.“
— Jens Junge, Berliner Institut für Ludologie
Als Kinder entdecken wir die Welt spielerisch: Wir probieren aus, scheitern, lernen, wachsen. Diese Fähigkeit bleibt uns ein Leben lang erhalten – auch wenn sie im Erwachsenenalter oft in den Hintergrund rückt.
Dabei bietet Spielen genau das, was wir im Alltag häufig vermissen:
- Freiraum zum Ausprobieren
- Mut zum Risiko
- Perspektivwechsel durch neue Rollen
Warum Spielen unsere Resilienz stärkt
Spielen ist weit mehr als Zeitvertreib – es hat spürbare positive Effekte auf unsere mentale Gesundheit:
- Reduziert Stress und schafft Ausgleich
- Stärkt emotionale Intelligenz
- Fördert Selbstwirksamkeit („Ich kann das!“)
- Trainiert Selbstregulation, z. B. in Wettkampfsituationen
- Hilft beim Umgang mit Gewinnen und Verlieren
Kurz gesagt: Beim Spielen üben wir genau die Kompetenzen, die wir auch in herausfordernden Situationen brauchen.
Spielen als geschützter Erfahrungsraum
Im Spiel dürfen wir einfach sein. Ohne Bewertung, ohne Leistungsdruck.
Die Autorin Karen Köhler beschreibt das sehr treffend:
Im Spiel entstehen Intensität und Verbundenheit, weil wir ganz im Moment sind.
Das bedeutet:
- Wir lernen uns selbst besser kennen
- Wir begegnen anderen offener
- Wir erleben Gemeinschaft auf eine neue, oft überraschende Weise
Gemeinsam spielen: KSB goes Brettspiele
Dass Spielen verbindet, erleben wir auch bei uns im Unternehmen:
Bei unserem monatlichen Treff „KSB goes Brettspiele“ im Spiele-Café Tillis kommen Kolleg:innen zusammen, um gemeinsam zu spielen, zu lachen und abzuschalten.
Fun Facts rund ums Spielen
Brettspiele sind Kulturerbe
Seit 2025 gehört die Brettspielkultur in Deutschland zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO – ein Zeichen dafür, wie sehr Spielen Gemeinschaft stärkt und Generationen verbindet.
Auch Künstliche Intelligenz „spielt“
KI lernt durch klare Regeln, Wiederholung und Mustererkennung – ähnlich wie wir im Spiel. In unserer KI-Scout-Schulung beschäftigen sich aktuell Kolleg:innen mit genau diesen Mechanismen.
Spielen hält das Gehirn fit
Regelmäßiges Spielen fördert Konzentration, Gedächtnis und strategisches Denken – und kann sogar dazu beitragen, geistig länger fit zu bleiben.
Unsere Einladung
Lasst uns das Spielen wieder stärker in unseren Alltag integrieren.
Es verbindet, entspannt und stärkt unsere Resilienz.
Also: Karten auf den Tisch, Würfel in die Hand – und los geht’s!
Über das Projekt „Resilient mit Wirkung“
„Resilient mit Wirkung“ ist ein dreijähriges (01.04.2024 bis 31.03.2027) Projekt und wird im Rahmen des Programms „rückenwind³ – für Vielfalt, Wandel und Zukunftsfähigkeit in der Sozialwirtschaft“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Das Ziel: Unsere Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, ihre mentale Gesundheit, Leistungsfähigkeit und innere Stärke langfristig zu stärken – im Berufsleben wie im Alltag.
Dafür entwickelt unser Resi-Projektteam praxisnahe Angebote, Impulse und Werkzeuge, die Resilienz greifbar und alltagstauglich machen. In regelmäßigen “Resi.Mi.”-Beiträgen teilen die Kolleg:innen inspirierende Ideen, Empfehlungen und wissenschaftlich fundierte Ansätze, die helfen, mit Zuversicht und innerer Klarheit durch herausfordernde Zeiten zu gehen. Daraus geben wir heute einen kleinen Einblick.







